In den Armen des Dämons
Romantasy Geschichte
Die Geschichte „In den Armen des Dämons“ von Jara Singer hat am EIS Schreibwettbewerb 2025 zu den Themen Dark Romance und Romantasy teilgenommen. Wir freuen uns darauf, die Geschichte endlich mit der Community teilen zu können!
Kapitel 1
„Was für ein Tag“, murmele ich in die Stille meines kleinen Häuschens. Draußen rauschen die Nadeln der Kiefern im kalten Wind, es ist bereits stockdunkel.
Mit dem Holzlöffel kratze ich die letzten Reste meines Eintopfs zusammen. Kartoffeln, Pilze und Brennnesseln, meine Lieblingskombination. „Es geht schon, es war einfach nur ein bisschen anstrengend heute.“ Hier ist niemand. Ich bin allein.
Wenn ich nicht spreche, höre ich nichts außer dem leisen Prasseln des Feuers in meinem Ofen und den Geräuschen des dichten Waldes vor meiner Tür.
„Das Essen war übrigens sehr lecker, Lilia“, füge ich zufrieden hinzu. Manchmal muss man sich auch selbst loben. Dann stehe ich auf und stelle die leere Schale auf den Tresen meiner kleinen Küchenecke.
Ich habe heute sehr lange in dem kleinen Garten hinter meinem Haus gearbeitet. Es gab Kartoffeln zu ernten und Kräuter zu pflanzen. Zum Glück muss ich mich dabei nicht an irgendwelche Jahreszeiten halten.
Ich grinse. Eine Hexe zu sein, muss schließlich ab und an auch mal Vorteile mit sich bringen.
Leise seufzend lasse ich mich auf den Hocker bei meiner Waschschüssel plumpsen und kratze den erdigen Dreck unter meinen Fingernägeln hervor. „Ich wünschte, du wärst noch hier, Oma“, flüstere ich leise. Dann stelle ich mir vor, dass sie antwortet und sich das selbe wünscht.
Meine Großmutter ist vor zwölf Jahren gestorben, da war ich gerade mal fünfzehn. Ich bin bei ihr aufgewachsen. Als sie eines Morgens nicht wieder aufgewacht ist, war ich außer mir. Plötzlich gab es um unser Haus ein kleines Erdbeben und über uns sind tote Vögel vom Himmel gefallen. Daraufhin haben sie mich aus dem Dorf gejagt. Hexe, haben sie mir hinterhergeschrien.
Recht hatten sie. Aber beleidigt haben sie mich damit nicht.
Mit dem Grimoire meiner Großmutter unter dem Arm habe ich mich tief in den Wald verzogen, wo ich seitdem lebe. Ohne Hexerei hätte ich es sicher nicht geschafft, aber mittlerweile bin ich mit meinem Heim wirklich sehr zufrieden. Es ist klein, aber gemütlich und ich habe von der Türklinke bis zu den Dachbrettern alles selbst gemacht.
„Du wärst so stolz auf mich.“
Das bin ich, mein liebes Kind, ist die Antwort, die ich in meinem Kopf höre.
Tagsüber bin ich beschäftigt, aber abends, wenn es dunkel ist und ich zur Ruhe komme, wird die Einsamkeit oft besonders schlimm. Ich hätte gerne ein Haustier. Einen Begleiter. Aber ich bringe es einfach nicht über mich, einem Tier seine Freiheit zu nehmen.
Gedankenverloren wasche ich mein Gesicht. Mein Blick verharrt auf der wabernden Spieglung, die aus dem bewegten Wasser der Schüssel zurückschaut. Große, smaragdgrüne Augen in einem Meer von hellen Sommersprossen.
„Womit vertreibe ich mir denn heute Abend noch ein bisschen die Zeit?“ Ich trockne mein Gesicht und binde meine langen, schwarzen Haare zu einem unordentlichen Dutt auf meinem Kopf zusammen.
Ich nehme den Hocker mit vor den Ofen und greife mir das alte Grimoire. Lächelnd blättere ich durch die zerfledderten Seiten. Es enthält mehrere Handschriften, die ich nicht zuordnen kann, dann folgen einige Seite in Omas Schrift und direkt danach kommen ein paar, in die ich selbst etwas hineingekritzelt habe.
Ich stutze, als ich zufällig eine Seite ziemlich weit vorne im Buch aufschlage. Ein Beschwörungsritual für einen Dämon. Die Handschrift sieht sehr alt aus, ich muss mir große Mühe geben, um sie zu entziffern. Ich habe die Seite schon oft gesehen, aber sie einfach immer überblättert. Nie wirklich gedacht, dass sie jemals für mich von Interesse sein könnte. Wer ruft schon freiwillig einen Dämon zu sich nach Hause?
Aber heute Abend... ich weiß nicht, was es ist – die Einsamkeit oder die Langeweile, aber aus irgendwelchen Gründen kommt es mir nicht mehr wie die allerschlechteste Idee der Welt vor, mich wenigstens ein Mal an der Beschwörung zu versuchen.
Vermutlich ist es das Dümmste, was ich je tun werde. Dämonen kommen direkt aus der Hölle. Das sind allesamt finstere Kreaturen, die ohne Rücksicht auf Verluste ihren eigenen Bedürfnissen nacheifern.
Aber jemanden zum Reden zu haben, jemanden der mir wirklich antwortet und nicht bloß in meinem Kopf, das wäre schon etwas. Ich muss einfach nur besonders gut aufpassen, wenn ich den Bannkreis ziehe. Er wird da niemals rauskommen. Und wenn ich genug von seiner Gesellschaft habe, kann ich ihn jederzeit wieder zurück in die Hölle schicken. Es ist einfach und sicher.
Mir entfleucht ein sarkastisches Schnauben. Klar.
Trotzdem bin ich plötzlich aufgeregt und ich weiß, dass ich es einfach ausprobieren muss.
Kapitel 2
Mit zusammengekniffenen Augen beuge ich mich über die vergilbte Seite und lese im schummrigen Licht des Ofens die Zutatenliste und die Anleitung des Rituals.
Klingt im Grunde gar nicht so schwer.
Also zucke ich mit den Schultern und stehe auf.
In wenigen Minuten habe ich die benötigten Kräuter, Steine und Kerzen zusammengesucht. Meinen Tisch und die zwei Stühle habe ich an die Wand geschoben und dadurch genug Platz in der Mitte meines Häuschens geschaffen. Konzentriert knie ich auf dem Holzboden und ziehe mit Salz einen Bannkreis, ganz genau wie in der Anleitung. Zur Sicherheit vergleiche ich mein Werk noch einmal mit der Abbildung in dem Grimoire. Alle Zeichen stimmen genaustens überein, die Abstände zwischen den einzelnen Symbolen sind korrekt, die Linien aus reinweißem Salz sind ununterbrochen, die vielen Kerzen stehen exakt an den richtigen Stellen.
„Perfekt“, ich nicke zufrieden und trete einen Schritt zurück.
Fehlt nur noch die Beschwörungsformel.
Ich schaue wieder auf die Seite. Ganz unten steht der Satz, den ich aufsagen muss, um den Dämon zu rufen. Die Sprache ist mir völlig fremd, ich habe absolut keine Ahnung, was die Worte bedeuten, die ich gleich laut lesen werde.
Mein Herz schlägt mir vor Aufregung nun doch bis zum Hals. Hoffentlich mache ich nicht den größten Fehler meines Lebens. Nervös wische ich meine schwitzigen Handflächen an meinem Rock ab, erst eine, dann die andere. Also los.
„Bar'agotha nunuma eratho...“ Ich halte das Grimoire noch näher an meine Nase. Was steht da? Lieber langsam und richtig als schnell und falsch, hat Oma immer gesagt. Erst als ich mir sicher bin, dass ich es korrekt entziffert habe, spreche ich weiter. „Jasa'ura gegesto prorathus defuriom Palatho devasti Ma'eloroth.“
Ein einziger erleichterter Atemzug entweicht mir, dann richte ich meine Aufmerksamkeit aufgewühlt und neugierig in die Mitte des Raums. Starre ohne zu blinzeln auf den Bannkreis, bis meine Augen zu brennen beginnen. Mein Puls tobt in meinen Ohren. Hoffentlich habe ich die richtige Entscheidung getroffen.
Wer weiß, was das überhaupt für ein Dämon ist. Ein nervöses Kichern entwischt mir. Meine Handflächen sind schon wieder feucht. Und dann sehe ich plötzlich Rauch in der Mitte des Kreises. Schwarze und braunrote Schleier, die immer weiter anwachsen, sich miteinander verschlingen, tänzelnd immer höher pulsieren. Als sie um Haaresbreite die zwei Meter hohe Decke meines Hauses berühren, halten sie inne und einen kurzen Moment später teilen sie sich.
Kapitel 3
Mein Atem geht vor erwartungsvoller Anspannung schnell und hektisch. Zuerst sehe ich einen Fuß. Ein nackten, verwirrend kupferfarbenen, aber ansonsten erstaunlich menschlich wirkenden Fuß. Kurz darauf folgt der Rest des ebenso kupferfarbenen Körpers. Der Rauch verschwindet und vor mir steht der Dämon, den ich gerufen habe.
Splitterfasernackt.
Ich kann nichts dagegen tun, dass meine Wangen mit einem Mal so heiß glühen wie mein kleiner Ofen. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Der Dämon ist beinahe zwei Meter groß und sieht erschreckend stark aus. Hoffentlich habe ich bei dem Bannkreis wirklich keinen Fehler gemacht. Sofort fallen mir die zwei schwarzen Hörner auf, die knapp über seiner Stirn zwischen den dunklen, welligen Haaren hervorragen. Sie biegen sich über seinen Kopf bis ganz nach hinten.
Mein Blick wandert weiter über sein Gesicht, seine vollkommen schwarzen Augäpfel, seine vollen Lippen, die sich in diesem Moment zu einem milde amüsierten Grinsen verziehen. Weiter über seinen Körper. Auf der kupferfarbenen Haut zeichnen sich viele große, schwarze Symbole ab, die ich sofort wiedererkenne, weil ich sie mit Salz in den Bannkreis gezeichnet habe.
Weiter nach unten, bis meine Aufmerksamkeit schließlich unterhalb seines Bauchs hängen bleibt.
Ich reiße die Augen auf.
Seine Anatomie ist – wie der Rest von ihm - überraschend menschlich, aber gleichzeitig auch alles andere als das.
Als ich dann auch noch den langen, dünnen Schwanz sehe, der sich elegant und lässig hinter seinem Körper hervorschlängelt, klappt mir wortlos der Mund auf.
Ich höre ein leises, dunkles Lachen. Mein Blick schießt zurück zu seinem Gesicht. Um seine tiefschwarzen Augen haben sich Fältchen gebildet, die mir zeigen, dass er meine Reaktion tatsächlich unterhaltsam findet.
„Du hast mich gerufen.“ Seine Stimme ist so tief, dass ich ihren Bass in meiner Brust zu spüren glaube. „Also bin ich gekommen. Meine Name ist Ma'eloroth.“ Er senkt kurz seinen Kopf, wie um mir zur Begrüßung zuzunicken.
Ich bleibe stumm, kann nur starren. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber das... das nicht.
„Beeindruckt?“, fragt er schmunzelnd und mir wird bewusst, dass mein Mund immer noch geöffnet ist. Peinlich berührt klappe ich ihn wieder zu und räuspere mich.
„Ha... hallo“, krächze ich.
„Wie heißt du, kleine Hexe?“
Seine Augen sind irritierend, ich kann nicht erkennen, wo er genau hinsieht. Aber seine Körperhaltung wirkt einigermaßen friedfertig und sein Tonfall verrät keinerlei Aggressionen. Er scheint interessiert. „Lilia“, bringe ich mühsam hervor.
Für einen kurzen Moment schließt er die Augen, als wolle er sich meinen Namen tief ins Gedächtnis einbrennen.
„Lilia“, wiederholt er langsam und bedächtig. Die Art, wie die Laute tief und melodisch über seine Zunge rollen, lässt mich erschaudern. Auch wenn er nicht sofort versucht hat, mich anzugreifen, bin ich mir immer noch nicht ganz sicher, ob das hier wirklich eine so gute Idee war. „Warum hast du mich gerufen, Lilia?“, Ma'eloroth legt seinen Kopf leicht schief und wartet geduldig auf meine Antwort.
„Ich...“, es ist mir unangenehm, es vor dem Dämon zuzugeben, aber dann überwinde ich mich doch. „Ich bin ganz alleine hier. Ich wollte einfach nur ein bisschen Gesellschaft.“ Kläglich zucke ich mit meinen Schultern und lächele schief.
Er lächelt zurück, wärmer als ich es erwartet hätte.
„Dabei kann ich dir behilflich sein.“
Sein kupferfarbener, glatter Schweif bewegt sich erwartungsvoll hinter seinem Körper.
„Ich habe viel zu lange darauf gewartet, gerufen zu werden. Es müssen Jahrhunderte vergangen sein, seit ich das letzte Mal auf der Erde war.“ Mit einem Mal scheint sich sein schwarzer Blick tief in meinen zu bohren. „Nach dieser langen Zeit der Entbehrung bin ich sehr“, er neigt seinen Kopf ein wenig, seine Stimme wird sogar noch tiefer, „sehr hungrig.“ Ich schlucke, winde mich unwillkürlich unter seinem intensiven Blick. Was bedeutet das für mich?
Der Dämon macht einen Schritt auf mich zu, innerhalb der sicheren Barriere des Bannkreises, aber ich trete dennoch erschrocken ein Stück zurück und hole laut Luft.
Wieder schmunzelt er.
„Möchtest du wissen, wovon ich mich ernähre?“
In meinem Bauch bildet sich ein Knoten. Ein besorgter, aber angenehm pochender Knoten.
Unfähig zu sprechen, nicke ich nur.
„Von deinen Sünden, Lilia.“
Augenblicklich wird mir heiß und kalt zugleich.
„Von deiner Lust.“
Der Knoten ist nicht mehr in meinem Bauch. Er ist tiefer nach unten gerutscht.
Das darf nicht wahr sein. Mein Gehirn weigert sich, die Bedeutung seiner Worte zu erfassen. Ich sollte ihn schnellstens wieder zurück in die Hölle schicken.
Doch das verräterische Pochen zwischen meinen Beinen sagt etwas anderes.
„Komm her, kleine Hexe“, er hebt einen starken Arm in meine Richtung und hält mir seine offene Hand hin. Eine deutliche Einladung. Ich sollte ihn zurückschicken.
„Komm zu mir“, wiederholt er mit sanfter, weicher Stimme, „lass mich die Einsamkeit von dir nehmen.“
Ich sollte... aber er hat recht.
Er bietet mir genau das, was ich will.
Ein überraschter Atemzug entweicht mir, als ich zögernd einen ersten, kleinen Schritt in seine Richtung mache.
„So ist es richtig“, raunt Ma'eloroth ermutigend.
Ich kann einfach nicht fassen, was ich hier gerade tue. Dennoch kann und will ich mich nicht stoppen.
Kapitel 4
Schon berührt mein Fuß das Salz des Bannkreises. Ich bin barfuß und spüre die einzelnen, weichen Körnchen unter meiner Sohle. Dann stehe ich auch schon direkt vor ihm. Vor dem Dämon, den ich selbst gerufen habe. Er greift nach mir, umfasst meine Taille. Zieht mich behutsam, so viel behutsamer, als ich erwartet hatte, an seinen Körper. Mein Herz hämmert völlig unkontrolliert.
„Brave, kleine Hexe“, flüstert er in mein Ohr. „Du darfst mich Ma'el nennen, wenn du gleich meinen Namen schreist.“
Die feinen Haare an meinen Unterarmen stellen sich auf, aber gleichzeitig wird das drängende Gefühl zwischen meinen Schenkeln immer stärker.
Er hebt eine Hand an mein Gesicht, sein Daumen streicht sanft über meine Wange. Seine Finger fühlen sich warm an, warm und sicher. Forschend blickt er mich aus seinen unheimlichen Augen an. „Ich muss hören, dass du es willst.“
Ich sollte es nicht wollen. Es ist falsch, so unglaublich falsch, mit einem Dämon zu schlafen.
Dennoch nicke ich.
„Sag es, Lilia“, fordert er mich auf, „wenn du es wirklich willst, dann sag es mir.“
„Ja“, flüstere ich. Mein Stimme wird mit jedem Wort ein bisschen fester. „Ich will es.“
Und schon ist er da. Ich spüre seine Lippen auf meinen, weich und fordernd. Sofort öffne ich mich für ihn und er grollt zustimmend, während er seine Zunge genüsslich über meine gleiten lässt.
Ich seufze, er fühlt sich unerwartet gut an. Meine Hände liegen an seiner harten Brust, seine Armen halten mich geborgen.
„Was für ein Festmahl“, murmelt er dicht an meinen Lippen. Während Ma'el mit seiner Zunge über meinen Hals fährt, spüre ich, wie er den Saum meines Pullovers hebt, die zwei Knöpfe an der Seite meines Rocks öffnet und wenige Augenblicke später finde ich mich vollständig entkleidet in seiner Umarmung wieder. Deutlich fühle ich seine ungewöhnliche, erregte Härte an meinem Bauch.
Mit einer Hand hält er mich im Nacken, während er meinen Blick mit seinem gefangen hält, jede meiner Regungen genau beobachtet. Ich fühle mich, als würde ich jeden Moment in den tiefschwarzen Abgründen seiner Augen versinken. Seine andere Hand legt er zärtlich, aber besitzergreifend an meine Brust. Sein Daumen spielt mit meinem Nippel, erst sanft und dann immer fordernder, bis die Hitze in meinem Unterleib fast unerträglich wird und ich vor Verlangen leise wimmere.
Ich kann mich nicht mehr zurückhalten und suche nun selber seine Lippen mit meinen. Der erneute Kuss raubt mir den Atem, ich dränge mich noch dichter an ihn heran. In den Armen des Dämons fühle ich mich begehrt und umsorgt.
In Ma'els Armen.
Neugierig strecke ich meine Hand aus, berühre mit der Spitze meines Zeigefingers vorsichtig eins seiner schwarzen, langen Hörner. Es ist hart und warm. Faszinierend.
Ma'el lacht leise und dunkel. „Nicht so gruselig wie du dachtest, oder?“ Einen kurzen Moment denke ich darüber nach. „Nein, das bist du nicht.“ „Gut“, raunt er herausfordernd. „Vertrau mir, lass dich fallen. Lass mich dich kosten.“
Ich bin mir nicht sicher, woher ich den Mut nehme, aber seiner Aufforderung folgend lasse ich mich in seine kräftigen Arme sinken, lasse mich vollkommen von ihm halten.
Er grinst und plötzlich spüre ich eine warme, glatte Bewegung an meinem Oberschenkel. Das muss sein Schweif sein, wird mir sofort klar. Er schlängelt sich immer höher, bis zu meinem Po, streicht verheißungsvoll darüber und entlockt mir damit ein wohliges Schaudern. Dann schlingt er sich fest um meinen Oberschenkel, so weit oben, dass seine Spitze schließlich glatt und windig über meine Schamlippen streicht.
Mein gesamter Körper beginnt zu prickeln und ich keuche überrascht auf.
„Mmmh“, brummt der Dämon, „so feucht für mich.“ Seine Schwanzspitze bewegt sich hin und her, verteilt meine Feuchtigkeit und erkundet mich. Gleichzeitig greift er nun nach meiner Hand, führt sie zu seinem Mund, drückt einen Kuss in meine Handfläche. Dann führt er sie nach unten, zwischen uns, schon berühre ich ihn. Sein Schaft fühlt sich ungewohnt, aber verlockend an. Als ich meine Hand um ihn schließe, holt Ma'el zischend Luft. Im selben Augenblick findet sein Schweif das sensible Nervenbündel über meinen Eingang und mir wird heiß, so heiß.
„Schau hin, Lilia. Sieh dir genau an, was ich gleich in deinem kleinen, hungrigen Körper versenken werde."
Ich gehorche, blicke auf sein hartes, kupferfarbenes Glied, an dem sich meine Hand langsam auf und ab bewegt. Sehe deutlich die pralle, runde Spitze. Den langen, gerillten Schaft, der zu seinem Bauch hin immer dicker wird. Fast menschlich, aber doch eindeutig dämonisch.
„Gefällt dir, was du siehst?“, raunt Ma'el leise, während er einen meiner Nippel zwischen Daumen und Zeigefinger rollt und mir dadurch ein lustvolles Aufkeuchen entlockt.
„Ja“, seufze ich und frage mich gleichzeitig, wie es sich wohl anfühlen mag, von ihm ausgefüllt zu werden, „ja, das gefällt mir.“
Er brummt zufrieden und funkelt mich verheißungsvoll aus seinen schwarzen Augen an. Bevor ich noch richtig verstehe, was geschieht, heben sich meine Füße vom Boden. Der Dämon fährt mit seiner Zunge über meinen Hals, mein Schlüsselbein, meine Brust. Immer tiefer.
Als ich langsam begreife, dass er sich nicht bückt, sondern ich mich immer weiter nach oben bewege, ist er bereits an meinem Bauchnabel angekommen. Sein Schweif umschlingt immer noch meinen Schenkel, während er langsam und genüsslich über meinen unteren Bauch leckt.
Alles kribbelt. Ich stoße ein leises, erwartungsvolles Geräusch aus und spüre, wie sich Ma'els Lippen an meinem Bauch zu einem Grinsen verziehen. Trotzdem schaffe ich es, mich umzusehen. Erstaunt stelle ich fest, dass ich horizontal etwa einen Meter über dem Boden schwebe. Meine Arme hängen neben meinem Körper hinab, meine Beine sind an den Knien abgeknickt und meine Gliedmaßen fühlen sich so schwer an, dass ich sie nicht mehr anheben könnte, selbst wenn ich es wollte. Die Kerzen um uns herum brennen unnatürlich hell, das Salz des Bannkreises ist verwischt.
Das alles sollte mich vermutlich beunruhigen, doch meine Aufmerksamkeit wird vollständig gefesselt von dem Dämon, der mich mit seinem Blick fixiert und langsam zwischen meinen gespreizten Beinen auf die Knie geht.
Die Schwanzspitze findet im selben Moment meinem Eingang, in dem Ma'els Zunge auf meine empfindlichste Stelle trifft.
Ein heißer Blitz schießt durch meinen gesamten Körper und ich biege mich ihm lustvoll entgegen, stöhne laut auf.
„Das ist meine kleine Hexe“, lobt er mich mit warmer, tiefer Stimme. Mit der Zunge fährt er immer und immer wieder über genau die richtige Stelle, sein Schwanz schlängelt sich warm und glatt in mich hinein. Ich schließe meine Augen und lasse es einfach geschehen. Genieße jede seiner dämonischen Berührungen.
Seine Hände erkunden dabei meine Brüste, meine Rippen, meinen Rücken. Finden schließlich meinen Hintern, kneten ihn liebevoll und kräftig. Zeitgleich beginnt er, an mir zu saugen und ich höre mich selbst vor Erregung jammern. Meine Empfindungen werden immer intensiver.
Gerade als ich glaube, dass ich es nicht mehr lange aushalten kann, dass ich jeden Moment in dem Strudel meiner Lust versinken muss, zieht er seinen Schweif aus mir zurück. Mit einem Mal fühle ich mich leer, so leer.
Kapitel 5
„Du schmeckst so unglaublich gut.“ Er leckt noch einmal mit der flachen Zunge über mein gesamtes Zentrum, wie um meinen Geschmack vollkommen auszukosten. Dann erhebt er sich wieder.
„Bitte“, wimmere ich leise, „bitte hör nicht auf.“
„Schhh“, murmelt Ma'el beruhigend, während er sich über mich beugt und meine Wange streichelt, „ich bin noch lange nicht fertig mit dir.“ Er küsst mich erneut, liebevoll und genüsslich und ich kann mich selbst auf seinen Lippen schmecken. Mit beiden Händen streichelt er dabei meine Brüste, ich seufze in den Kuss hinein.
Kurz darauf löst er sich von mir und richtet sich zwischen zu seiner vollen und nach wie vor einschüchternden Größe auf. Er steht zwischen meinen geöffneten Beinen. Ich kann nach wie vor weder die Arme heben noch meine Beine schließen, doch das bereitet mir keinerlei Sorgen. So kann ich mich voll und ganz meinen Empfindungen hingeben.
Mein Blick fällt auf sein Glied, das groß, gerillt und kupferfarben vor mir aufragt. Gleich werde ich herausfinden, wie er sich anfühlt. Ich spüre meine eigene, erwartungsvolle Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen. Mein Herz hämmert vor Aufregung und Verlangen.
„Bist du bereit für mich, Lilia?“
Ich schaue in die schwarzen Abgründe seiner Augen und darin funkelt eine Mischung aus Hunger und Sehnsucht, die mir die Antwort nur noch leichter macht.
„Ja“, erwidere ich begierig, meine knappe Antwort gleicht einem Flehen. Seine Mundwinkel wandern langsam nach oben, immer weiter, bis auch sein Grinsen das Ausmaß seiner Gier erahnen lässt. Dann greift er seinen Schaft und führt sich an meinen Eingang heran.
Gleichzeitig legt er den Daumen seiner anderen Hand an meine Klitoris. Er beginnt, sie geschickt zu streicheln und nach wenigen Augenblicken lodert meine Erregung wieder genauso heiß wie vor der kurzen Unterbrechung. Ich will mehr, brauche mehr.
Ich stöhne vor Erlösung auf, als der Dämon seine Härte endlich mit sanftem Nachdruck in meiner Mitte versinken lässt.
Er fühlt sich fantastisch an.
Je tiefer er in mich eindringt, desto weiter dehnt er mich mit seinem immer dicker werdenden Schaft.
Ein widerstandsloses und erfülltes Seufzen entringt sich meiner Kehle. „Ja“, hauche ich atemlos, lasse meinen Kopf zurückfallen.
Zufrieden grollt der Dämon über mir, als er auch die letzten Zentimeter sein Glieds in meinen gefügigen Körper hineingleiten lässt und mir einen Moment gibt, um mich an seine Größe zu gewöhnen.
Er dehnt mich so unglaublich weit, füllt mich so unfassbar vollständig aus. Und dann bewegt er sich endlich.
Mit langsamen, aber kraftvollen Stößen fickt er mich, bis ich genussvolle Laute ausstoße, die kaum mehr menschlich klingen. Die Rillen an seinem Schaft treiben mich fast in den Wahnsinn, die Empfindungen sind ungewohnt intensiv. Immer wieder dringt er in mich ein, steigert die Hitze, die von mir Besitz ergriffen hat, in nie gekannte Höhen.
Sein Daumen bereitet mir immer süßere Qualen, mein Atem kommt schneller und hektischer.
Völlig unerwartet spüre ich plötzlich die glatte, noch feuchte Spitze seines Schweifs an meinem Po, die sich verstohlen, aber unaufhaltsam auf meinen zweiten Eingang zubewegt. Ma'el beugt sich zu mir hinab und presst seine Lippen auf meine. Er küsst mich nicht, er verschlingt mich.
Mein gesamter Körper ist lebendig, ich prickele von Kopf bis Fuß. Und ich will mehr, noch mehr.
Atemlos löst er sich aus dem Kuss, während er mich in einem kräftigen Rhythmus immer wieder ausfüllt. Der Schwanz streichelt meinen sensiblen Muskel, lässt mich erschaudern.
„Ja?“, fragt er sanft.
„Bitte“, hauche ich.
Behutsam durchdringt er den empfindlichen Eingang, dehnt und füllt mich noch weiter, als ich es jemals für möglich gehalten hätte. Ich fühle mich so voll, so erfüllt.
„Köstlich“, raunt der Dämon über mir, „absolut köstlich.“
Sein Lob schickt ein berauschendes Hochgefühl von meinem Kopf direkt bis in meinen Unterleib. Ich spüre, wie meine Muskeln sich allmählich zusammenziehen, die Qual ist so herrlich, dass ich sie kaum noch ertragen kann.
„Mehr, bitte, mehr“, flehe ich mit brechender Stimme.
Mit einem düsteren Lachen verstärkt er seine Anstrengungen, rammt sich tiefer und kraftvoller in mich, sein Daumen bewegt sich immer schneller. Ich wimmere laut, werfe meinen Kopf hin und her. Bettele wortlos um mehr, um alles, um Erlösung. Will mich an irgendetwas festhalten, aber meine Arme hängen nutzlos neben mir herab.
„Komm für mich, Lilia“, ein Befehl, der keinen Widerstand duldet. Mir wird heiß und kalt, beides gleichzeitig.
Und endlich bricht die Welle der Erfüllung über mir zusammen, zieht mich hinab in ein Meer, in dem ich vollkommen vergehe.
Mein Körper zuckt wild, bäumt sich auf.
„Ma'el!“
Ich höre mich stöhnen.
Der Dämon greift mit der freien Hand nach meiner Schulter, zieht meinen Oberkörper an seine Brust. Mit einer Hand in meinem Nacken hält er mich dort.
Endlich kann ich mich bewegen, umschlinge seinen Hals mit meinen Armen, seine Taille mit meinen Beinen, klammere mich an ihm fest. Küsse seinen Hals, seinen Kiefer, sein Gesicht.
Immer noch rollen kleine, süße Wogen der Lust durch mich hindurch, während Ma'el sich nun schneller und schneller in mich treibt. Ein letzter, fester Stoß.
Ein tiefes, lautes Grollen.
Dann sanfte Lippen auf meinen, zärtliche Finger an meiner Wange. Wir keuchen beide, ringen zwischen unseren Küssen um Atem.
„Bitte bleib“, stoße ich flüsternd hervor, „bleib bei mir.“
Er löst sich gerade so weit von mir, dass er mit seinem Kinn auf die verwischten Salzsymbole um uns herum deuten kann. Auf den vollkommen nutzlos gewordenen Bannkreis.
Und er grinst.
„Ich hatte nicht vor, wieder zu gehen, kleine Hexe.“
















