Hörsaal der Leidenschaft
Romantasy Geschichte
Die Geschichte „Hörsaal der Leidenschaft“ von Jella Gauditz hat am EIS Schreibwettbewerb 2025 zu den Themen Dark Romance und Romantasy teilgenommen. Wir freuen uns darauf, die Geschichte endlich mit der Community teilen zu können!
Kapitel 1
Unerträglich.
Es war unerträglich.
Mein Körper drohte zu überhitzen. Meine Knie schienen wie aus Wachs zu sein und zu schmelzen. Waren wacklig, weich. Meine Wangen mussten strahlend rot leuchten. Unruhig schaute ich von links nach rechts. Versuchte mich auf irgendwas zu konzentrieren. Dem Drang zu widerstehen.
Nichtsdestotrotz verließ jedes von mir geplante Wort meinen Mund, kam mir über die Lippen, ohne von einem Stöhnen begleitet zu werden.
Doch der Drang … dieser unaufhörliche Drang, unter meinen bordeauxroten Kortrock zu greifen, meinem Körper die Erlösung zu verschaffen, nach der er bettelte … es war unerträglich. Allmächtig.
Aber es würde nicht passieren.
Sich in einem Hörsaal, mit lauter Studenten des Wirtschaftskurses, den ich jetzt schon seit drei Semestern besuchte, selbst zu befriedigen war das Eine. Dies jedoch während des eigenen Vortrags zu tun, während jeder zugucken konnte, eine ganz andere Hausnummer.
Eine weitere Hitzewelle überrollte mich, sodass ich meine Karteikarten beinahe zerquetschte, um nicht ein Stöhnen über meine Lippen kommen zu lassen. Ich erlaubte es mir für einen kurzen Moment dem Schuldigen für diese Misere einen finsteren Blick zu zuwerfen.
Kael Roric.
Es war nicht schwer, ihn in dem sonst dunklen Hörsaal ausfindig zu machen. Seine Augen leuchteten golden in der Dunkelheit – als hätte ich eine weitere Bestätigung gebraucht, dass er seine Magie anwand. Schadenfreude und eine stille Herausforderung tanzten in seinem Blick. Wie um zu sagen: „Hast du bereits genug kleine Hexe?“ Ich wand meinen Blick ab. Auch so wusste ich, dass er viel zu viel Freude an jedem kleinen Zucken, jeder Schweißperle, die mein Rückgrat runterzüngelte, hatte. An der Selbstbeherrschung, die es mich kostete, nicht mit meinen Fingern die Bilder, die er mir in meinen Kopf pflanzte, nachzuspielen.
Die Feuchtigkeit in meinem Höschen selbst zu ertasten. Meine Finger an meiner Perle entlang gleiten zu lassen. Sie zu tätscheln, zu streicheln, zu liebkosten. Einen eigenen Rhythmus zu entwickeln, der meinen ganzen Körper tanzen und beben ließ, mir die Luft zum Atmen nahm und schließlich alles in einer Kaskade –
Nein!
Ich durfte mich diesem Gedankenspiel nicht hingeben.
Meine Konzentration lag voll und ganz auf meinen Vortrag: Die Hintergründe des Aktienhandels und die Funktionalität der Börse.
Ein trockenes, stupides Thema, bei dem es keinen Platz für Gedanken an meinen feuchten Slip und zitternden Gliedmaßen gab.
Das hier war ernst. Wichtig.
Meine komplette Semesternote hing davon ab, ob ich meine Zuhörer überzeugen, sie interessieren konnte. Ihnen das Gefühl vermittle, dass sie verstanden, was ich hier erklärte. Wenn überhaupt, müsste ich zittern vor Angst – aus keinem anderen Grund! Ich hatte mich zu lang hierauf vorbereitet, um nun zu scheitern.
Genau bei dem Gedanken, als Kael mich erneut mit einer Hitzewelle überrollt, stellte ich voller Erleichterung fest, dass ich es geschafft hatte: Die Pausenfolie. Mr. Tenner hat uns gebeten in jedem Vortrag nach der Hälfte der Zeit eine Pause einzulegen, damit sich unsere Kommilitonen sammeln und bereits erste Gedanken zu dem vorgestellten Thema machen konnten. Zumindest behauptete er, dass dies der Grund sei – in Wahrheit brauchte er die Zeit, um seine Zigarettensucht zu befriedigen. Ich glaub, ich war noch nie so froh darüber gewesen, dass jemand rauchte. Ich könnte heulen vor Freude, als sich alle langsam erhoben und auf den Weg machten, den Raum zu verlassen.
Kapitel 2
Keine zwei Minuten später war der Raum leer und ich blieb allein zurück. Dreizehn Minuten.
Ich hatte noch dreizehn Minuten, um mich wieder zu sammeln.
Ich stützte mich auf dem Pult ab und erlaubte mir ein paar Atemzüge, bevor ich in die Leere fragte: „Und? Hattest du deinen Spaß?“
„Oh ja, kleine Hexe, den hatte ich“, murmelt Kael durch den Raum. Sogleich sandte er eine weitere Hitzewelle durch meinen Körper. Sie schlängelte sich mein Rückgrat entlang. Tiefer und tiefer…
Meine Nägel krallten sich in den Tisch und ich hauchte einen Fluch. Plötzlich war er hinter mir. Sein Geruch nach Zimt und Kardamom umwehte mich. Verführerisch und düster.
Meine Nackenhaare stellten sich auf, als er seine Hände neben meinen platzierte. Seinen Körper gegen meinen drückte. Seine Stimme heiß und dunkel in mein Ohr hauchte.
„Du weißt, du kannst das beenden, kleine Hexe. Es ist alles eine Illusion. Zeig mir deine Magie. Lass sie frei. Weise mich in meine Schranken!“
Ich hasste ihn. Hasste ihn mit Leib und Seele – doch leider brauchte ich diesen eingebildeten Halbdämonen. Den Incubus, der nicht von mir abließ. Der Dreckskerl konnte nicht nur Menschen wie mich so manipulieren, dass sie willig waren mit ihm das Bett zu teilen für eine leidenschaftliche Nacht – oh nein – darüber hinaus war er auch damit beschenkt, Schatten zu kommandieren. Er konnte in ihnen wandeln, sie befehligen.
Und das alles ohne einen Hauch Anstrengung.
Um meine eigene Macht wieder zu erwecken, spielte er gerne mit mir. Triezte mich, trieb mich in den Wahnsinn. Nutzte jede Gelegenheit, um mir zu zeigen, dass er der Überlegene war. Und zu meinem Bedauern konnte ich ihm bisher auch nichts als wilde Flüche entgegensetzen. Menschliche, nutzlose Flüche.
Wieder jagte er seine Magie durch meinen Körper, kräftiger als zuvor, und diesmal zwang sie mich in die Knie.
Ich wusste nicht genau, was es war: Der Fakt, dass wir hier allein waren, dass mein Körper mich praktisch anschrie in der Bitte um Erlösung oder einfach, weil ich beschlossen hatte, dass Kael mich mal konnte…
Doch ohne weiter drüber nachzudenken, öffnete ich meinen Rock und ließ meine Finger endlich dorthin wandern, wo sie hinsollten.
Zumindest war das mein Plan.
Ein Stöhnen der Unzufriedenheit, der schieren Verzweiflung stieß aus mir hervor, als meine Hand, jäh vor ihrem Ziel, ergriffen wurde.
Mein Blick wanderte verärgert von meinem Handgelenk zu Kael auf, der es festhielt. Doch statt Schadenfreude lauert etwas anderes, etwas Düsteres in seinen Augen, als er sinnierte: „Oh Hexe, wenn du es schon nicht mehr aushältst, dann sollte fairerweise ich derjenige sein, der dir deine Erlösung verschafft.“
Kapitel 3
Von einem Herzschlag auf den anderen lag ich plötzlich auf dem Tisch, vor dem ich zuvor noch gekauert hatte. Meine Arme waren auf meinem Rücken zusammengebunden – vermutlich von einem von Kaels Schatten. Die dunklen Fesseln fühlten sich kühl und seidig an – wie ein Lufthauch. Doch waren sie hart und undurchdringlich wie Stahl. Als Kael plötzlich mir Rock und Höschen zugleich runterriss, realisierte ich, was passierte.
„Kael, was-?“
„Psst, kleine Hexe. Ich sorge dafür, dass es dir besser gehen wird. Ich verspreche, dich so oft zum Kommen zu bringen, wie du es brauchst – natürlich ohne Zuschauer. Wenn du allerdings lieber selbst … Hand anlegen willst, dann sag es jetzt.“ Verführerisch raunte er seine nächsten Worte in mein Ohr. Seine Erektion drückte sich dabei durch seine Jeans in meinen Po. „Sobald ich nämlich anfange, gibt es kein Zurück mehr.“ Ich wusste, ich sollte nein sagen. Verdammt! Ich sollte ihn zurück in die Hölle schicken, aus der er kam. Ich sollte ihn anschreien, weil er so maßlos damit übertrieb, meine Magie zu triezen. Weil er meine Note riskierte. Meinen Ruf.
Doch wenn ich ehrlich zu mir selbst war, stellte sein Angebot eine ganz neue Verlockung für mich dar. Es war offensichtlich, dass Kael attraktiv war – wie könnte er auch anders als Abkömmling eines Incubus? Er war ein Charmeur, ein Taugenichts. Er war Versuchung. Die Sünde. Er war alles, was ich verabscheuen musste. Und dennoch war es dem Verlangen, das in mir wütet, schamlos egal. Dass danach nichts mehr so sein würde, wie es vorher war. Dass dies der größte Fehler meines Lebens sein könnt. Und dass es mir egal war.
Also hauchte ich mit heiserer Stimme. „Erlös mich … bitte.“
Das letzte Wort kam mir nur schwer über die Lippen, doch so wie ich Kael kannte, würde er es nur genießen, mich so lange hinzuhalten, bis ich vor ihm bettelte. Dagegen war ein „bitte“ noch das kleinere Übel.
Wofür dann also Zeit verschwenden?
Ein tiefes kehliges Kichern war seine Antwort. „Dein Wunsch sei mir Befehl.“
Ohne zu zögern, drang sein Zeigefinger in mich ein und … Gott! Ich wollte am liebsten vor Freude aufschreien. Stattdessen biss ich mir auf die Lippen und ließ lediglich ein ersticktes „Ah“ hervordringen.
Ein zweiter Finger drang ein. Gemeinsam tasteten sie in mich. Testen mich von innen. Erkundeten die Feuchtigkeit. Labten sich an jedem Muskelzucken, das sie auslösten. Ein wunderschöner Druck machte sich in meinem Inneren breit, ein Ziehen in meinem Unterleib, welches stärker wurde, je beständiger der Rhythmus, je kräftiger die Stöße seiner Finger wurden.
„Das gefällt dir, kleine Hexe, oder? Hast du dir diese Art von Erlösung die ganze Zeit vorgestellt?“
Ich krallte meine Finger in meine Arme (weiterhin bewegungsunfähig zusammengebunden), als ein wohliger, rauer Schauer über meinen Körper tänzelte. Kannte der Mistkerl etwa meine Schwachstelle für Dirty Talk?
Doch auch wenn ich am liebsten laut JA! Schreien wollte, damit er weiterredete, damit ich bald kommen konnte, blieb ich still.
Er würde wissen, dass es nicht die ganze Wahrheit war.
In meiner Fantasie hätte ich mich selbst verwöhnt, hätte mich auf meinen Kitzler konzentriert, hätte meine Finger an ihm gerieben, mich in den Wahnsinn getrieben. Doch das hier – die Art, wie Kael mich fingerte – war eine ganz andere Sensation. Als würde ich eine Achterbahn fahren, die immer wieder an den Rand des Wahnsinns stürzte und dann wieder ihr Tempo drosselte.
Ein beständig, unbeständiger Rhythmus.
Ich wollte nicht, dass die Fahrt endete. Nicht, ehe ich über die Klippe gesprungen war. Plötzlich schlug er mir auf den Hintern, sodass ich erschrocken aufschrie. „Hexe?“, verlangte er eine Antwort.
„Hör nicht auf“, war alles, was ich rausbrachte.
Scheinbar zufrieden belohnte mich Kael, indem er nun seine Finger schnell, hart und unaufhörlich in mich eindringen ließ. Als dann erneut seine Hand auf meinen Hintern niedersauste, kam ich so hart, dass ich mir kurz nicht sicher war, ob Kaels Schatten um mich tanzen oder meine Augen mir Streiche spielten.
„Bist du gut gekommen, kleine Hexe?“, fragte Kael nun wieder über mir. „Ja“, keuchte ich mit schweren Atemzügen.
Er biss mir verspielt ins Ohrläppchen. „Dann wollen wir doch mal sehen, ob deine Pussy genauso gut schmeckt, wie sie riecht.“
Kapitel 4
Ein wohliger Schauer kroch mir über den Rücken – und Kael folgt ihm mit heißen Küssen über meine Bluse.
Als er an meinem Hintern angekommen war, verharrte er kurz.
Seine Zunge zauberte lüstern Muster über eine meiner Pobacken. Ich war mir nicht sicher, ob sie eine Bedeutung oder eine schwerwiegende Folge für mich später haben würden. Doch ich genoss jedes verspielte Lecken.
Währenddessen massierte seine linke Hand gierig meine andere Backe.
Gern hätte ich mich umgedreht, hätte versucht einen Blick darauf zu erhaschen, was dieses ganze Spiel der Lust bei Kael auslöste. Ob seine Augen immer noch von Gold durchtränkt waren. Oder ob ihm tatsächlich nur daran gelegen war, meinen Körper wieder auf den Boden der Tatsachen zu bringen, damit ich die zweite Hälfte meines Vortrags beenden konnte.
Doch meine Hände waren noch immer in einem festen Klammergriff seiner Schatten gefangen. Somit blieb mir also nur die Ungewissheit seines nächsten Schritts. Erneut zuckte ich zusammen, als sich Kaels Zähne in meinen Hintern gruben. „Hast du mich grad gebissen?“, keuchte ich verwirrt. Zu viele Emotionen fluteten meine Sinne, als dass ich noch genau wusste, was Fantasie und was Realität war. Als Antwort biss er in die andere Backe. „Tut mir leid, kleine Hexe – ich konnte einfach nicht widerstehen.
Von einem Wimpernschlag auf den anderen wurde meine Welt plötzlich wieder um 180° gedreht.
„Aber du hast recht, ich sollte mich wieder auf deine Pussy konzentrieren.“ Sogleich ging er auf die Knie, zog mich an den Rand des Tisches und begann seine Zunge direkt auf meine Perle zu drücken. Gleichzeitig entfuhr uns ein Stöhnen. „Oh Gott!“
„Glaub mir, Hexe, mit Gott hat das hier nichts zu tun.“ Wie zur Verdeutlichung seiner Aussage begann er abwechselnd an meiner Klitoris zu saugen und zu knabbern. Lust und Schmerz. Verlangen und Pein. Eine süß-scharfe Kombination, die mich nach wenigen Herzschlägen zu einer Explosion eines Orgasmus brachte. Atemlos brach ich auf dem Tisch zusammen.
Alles drehte sich und schien gleichzeitig still zu stehen.
Kaels Schatten tanzten über meinen Körper, kitzelten über meine Haut, lösten Stromschläge aus.
„Bereit für das Dessert, kleine Hexe?“ Wieder dieses süße Hauchen, das Versprechen nach mehr, so viel mehr ... kein Dämon konnte verruchter klingen.
Zumindest hoffte ich das, sonst würde ich ein Problem bei der Bekämpfung von diesen Wesen der Dunkelheit haben.
Ich blickte nach rechts, wo Kael neben mir lauerte. Seine golden leuchtenden Augen waberten über mein Gesicht, meinen Körper.
„Ja.“ Meine Stimme hörte sich weit entfernt an. Scheinbar hatte ich meinen Körper noch nicht wieder gefunden.
„Gut“, hauchte Kael. „Dann zieh deinen Rock wieder an.“
Ein vorfreudiges Feuer loderte in seinen Blick auf, als er die Verwirrung auf meinen Gesichtszügen erkannte. „Wieso?“
„Weil, kleine Hexe,“ seine Zunge strich über meine Ohrmuschel. „ich dich jetzt gegen diese Wand dort“, er deutete auf die graue Wand neben der Tafel – im Zentrum des Raums „so hart ficken werde, bis dir hören und sehen vergeht.“
Kapitel 5
Ich hielt die Luft an bei dieser Vorstellung, bei der Reaktion meines Körpers, die diese Worte auslösten.
Kael knabberte an meinem Ohrläppchen. „Da wir jedoch nur noch vier Minuten haben, bis deine Kommilitonen zurückkehren, um deinen Vortrag fertig zu hören.“ Er leckte entlang meines immer schneller werdenden Pulses an meinem Hals. „Und dies eine enge Kiste wird, wollte ich dir die Möglichkeit geben, sie nicht entblößt begrüßen zu müssen – denn eins sollte dir klar sein: Ich hör erst auf, wenn du gekommen bist.“ Eine Gänsehaut breitete sich an meinem Körper aus, als ich in Kaels Augen die Ernsthaftigkeit seiner Worte erkannte.
Es erschreckte mich, dass kein Fünkchen Widerstand in mir aufkeimte. Ein immer größer werdender Teil erstarrte bei dem Gedanken, mein ganzer Kurs könnte mich dabei erwischen, wie ich von einem unverschämt gutaussehenden, wenn auch deutlich zu arrogantem Incubus gefickt wurde. Doch da war auch ein kleiner, düsterer Teil von mir, der nicht zögerte, den bordeauxroten Rock vom Boden zu greifen und anzuziehen, nachdem Kael seine Schatten von meinen Händen gelöst hatte. Der Teil, der mich jauchzen ließ, als ich gegen die Wand geknallte. Als mein Rock hochgeschoben wurde. Als Kaels mächtige Erektion nur wenige Zentimeter vor mir lauerte. Als er mich hochhob, meine Schenkel in einem festen Griff. Ein Feuer der Leidenschaft brannte in seinem Blick.
Und als er schließlich in mich eindrang, brach ein Schrei aus mir heraus, bei dem es mir nicht gleichgültiger hätte sein können, ob ihn jemand hörte.
Dieser Teil ließ mich alles um mich herum vergessen. Zeigte meiner Angst und Panik den Mittelfinger. Beschränkte meinen ganzen Verstand ganz auf die Fülle, die Kael in mir auslöste. Die Nässe, die sich in meinem Inneren breit gemacht hatte. Wie automatisch schlang ich mich um ihn, ließ meinen ganzen Körper mit seinem Verschmelzen, während er mich immer wieder an die Wand zwängte. Sein Schwanz donnert in mich rein.
Irgendwo in weiter Ferne nahm ich wahr, dass die Tafel klapperte.
Ich verlor mich in jedem Stoß mehr und mehr. Bis mein Verstand schließlich gänzlich aussetzte.
Da war nur Fühlen.
Der Schweiß, der mein Rückgrat runterschlich. Meine Brüste, die schwer und groß und sich viel zu eingeengt in meinem BH fühlten. Die danach schrien befreit und angefasst zu werden. Weiter runter zu meinem Unterleib, der sich erwartungsvoll zusammenzog – bereit für die Explosion, die sich in meiner Vagina bereit machte.
Ein Feuer.
Mein Körper fühlte sich an wie aus Feuer. Und je öfter Kael in mich eindrang, ein starker Stoß nach dem anderen, schien es nur zu wachsen. Mich immer höher zu treiben. Kaels und mein Blick trafen sich. Die Emotionen, die ich in seinen Augen las, stachelten das Feuer noch mehr an: Lust und Gier nach mehr.
Als er schließlich flüsterte: „Komm. Sei eine brave Hexe und komm für mich“, fielen alle Sterne vom Himmel. Die Sonne ging für immer unter. Die Börsen brachen zusammen. Die Regentschaft der Menschheit war beendet.
Und ich kam so hart wie noch nie in meinem ganzen Leben zuvor.
Genau dort.
In diesem alles zerschmetternden Moment brach etwas in mir frei. Für einen kurzen Augenblick konnte ich meine Magie spüren. Wie sie um mich flirrte und tanzte. Unschuldig. Zierlich. Lebendig.
Wie ein Kind.
Doch der Moment war genauso schnell wieder vorbei, wie er gekommen war. Als sich meine Augen flatternd öffneten und Kael mich grade rechtzeitig genug runterließ, damit ich meinen Rock runterziehen konnte, bevor die Tür aufschwang, wusste ich, dass sie wieder weg war. Die Magie, die ich vor langer Zeit verbannt hatte. Der Phantomschmerz setzte wieder ein und eine lang vergessene Leere machte sich wieder in mir breit.
Kapitel 6
Mein Kopf drehte sich noch, während die ersten Studenten sich wieder auf ihren Plätzen niederließen.
Keiner von ihnen schenkte mir mehr Aufmerksamkeit als zuvor. Weshalb auch? Kael war genau zum richtigen Zeitpunkt in seine Schatten verschwunden. Und weil die Alternative zu peinlich wäre, redete ich mir ein, dass wohl scheinbar wirklich niemand etwas von Kaels und meinem … Energieabbau mitbekommen hatte.
Ich erlaubte es mir, aufzuatmen.
Jetzt musste ich nur noch den Rest des Vortrags beenden, dann-
„Ich hoffe, du denkst nicht, dass das Training hiermit nun vorbei ist, kleine Hexe.“ Genauso plötzlich, wie er verschwunden war, tauchte Kael wieder neben mir auf. Erschrocken stolperte ich einen Satz zur Seite. Sein Schattenverstecken war genauso nervig wie es praktisch war – gut nur, dass ich keine Herzprobleme hatte.
„Was soll das heißen?“, fragte ich noch etwas heiser. Hatte ich so viel geschrien? „Das heißt“, fing er an, während er bedächtig an mir vorbei, zum Tisch der Unzucht, schlenderte. „dass ich mir sehr bewusst darüber bin, dass deine Magie … reagiert hat.“ Ich folgte ihm und hielt erschrocken die Luft an, als er neben den Tisch in die Hocke ging und dort nach meinem schwarzen Slip griff. „Was bedeutet, dass meine Methoden wohl funktionieren.“ Mit einem diabolischen Lächeln steckte er sich, nur für mich sichtbar, den Slip in die Hosentasche. „Ich frage mich, wie sie reagieren wird, wenn ich dich nun sehen lasse, wie ich dich zum Kommen gebracht habe. Dreimal.“
„Viel Spaß“, hauchte er noch in mein Ohr, während er an mir vorbeiging und auf seinem Platz oder irgendwo in den Schatten verschwand.
Ich musste schwer schlucken. Was hatte ich nur getan?
Noch während ich realisierte, was für einen monumentalen Fehler ich begangen hatte, kam auch schon Mr. Tenner auf mich zu.
„Bereit, Mrs. Darcon?“
Ich konnte nur steif nicken.
















