Funken zwischen Sonne und Sand
Romantasy Geschichte
Die Geschichte „Funken zwischen Sonne und Sand“ von Lucia Louis hat am EIS Schreibwettbewerb 2025 zu den Themen Dark Romance und Romantasy teilgenommen. Wir freuen uns darauf, die Geschichte endlich mit der Community teilen zu können!
Triggerwarnung: In dieser Geschichte werden Kampfhandlungen thematisiert. Wenn das nichts für Dich ist, lies lieber bei einer anderen erotischen Geschichte weiter.
Kapitel 1
Mit einem scharfen Atemzug reiße ich die Augen auf. Mein Herz hämmert unkontrolliert in meiner Brust und pulsiert so heftig, dass ich in meinen Ohren nichts anderes höre als das Rauschen meines Blutes. Ich blinzele ein paar Mal, bis ich erkenne, dass ich in meinem Zimmer bin. Irgendjemand hat mich heute Nacht in mein Bett gelegt. Jedenfalls weiß ich nicht, wie ich hierhergekommen bin. Für einen Augenblick schließe ich meine Augen, um mich zu beruhigen, als schlagartig ein Teil meiner Erinnerungen in mein Bewusstsein dringt: Heute Nacht gab es einen Kampf an den Mauern unseres Stützpunktes.
Ich überlege nicht lange und schlüpfe in eine weite Haremshose und ein kurzes Oberteil. Anschließend lege ich meinen Brustgurt an, der quer über meinen Rumpf verläuft und Platz für zehn Wurfmesser bietet. Nachdem ich seinen Sitz noch einmal überprüft habe, fasse ich mein schwarzes Haar in einen langen Flechtzopf zusammen und verlasse mein Zimmer. Die Flure unseres Stützpunktes sind wie ausgestorben, auch die Trainingshalle ist menschenleer. Es ist zwar ungewöhnlich, doch kommt es mir heute geradezu gelegen, da ich hoffe, meinen Geist mit einer harten Trainingseinheit auf die Sprünge zu helfen, um den Rest der fehlenden Erinnerungen in mein Gedächtnis zu rufen.
Die Trainingshalle ist ein gewaltiger, runder Raum, dessen Decke von einer hohen Glaskuppel überspannt wird. Doch als wäre das Training nicht schon schweißtreibend genug, brennt die Wüstensonne unbarmherzig auf das Glas herab und verwandelt die Halle in einen glühenden Brutkasten.
Ich laufe mit nackten Füßen über den warmen Sand, direkt zum Waffenständer auf der anderen Seite des Raumes, wo ich meinen Brustgurt mit zehn Wurfmessern ausstatte. Dann begutachte ich den Tisch, der neben dem Waffenständer steht und eine Auswahl an verschiedenen magischen Schmuckstücken bereithält. Ich greife nach einem Armreif, der mit kleinen Wüstenrosen bespickt ist und streife ihn über mein Handgelenk. Danach begebe ich mich in die Mitte des riesigen Raumes und stelle mich in Position. Ich halte das Handgelenk mit dem Armreif weit von mir gestreckt.
„Illusio.“ Nachdem ich die Worte ausgesprochen habe, verdunkelt sich die Atmosphäre um mich herum. Ein Windstoß jagt durch den Raum, der am Stoff meiner Hose zerrt und meinen Zopf wild in alle Richtungen reißt. Sandkörner beginnen sich vom Boden zu lösen. Erst einzelne, dann immer mehr, bis ich irgendwann die Augen zusammenkneifen muss. Ein heftiger Sandsturm zieht auf und ich stehe inmitten dieses Spektakels.
Ich gehe in Kampfposition und lege mich erwartungsvoll auf die Lauer. Noch bevor sie überhaupt angreifen können, nehme ich die schemenhaften Gestalten einiger Sandmumien wahr. Gleich einem Messertanz, bewege ich mich fließendend durch den Sturm, um einen Angriff aus dem Hinterhalt zu starten. Ich ziehe ein Messer nach dem anderen aus den Scheiden meines Brustgurts und werfe sie gezielt dorthin, wo mein drittes Auge die Schemen meiner Gegner wahrnimmt.
Eins – Treffer – Zwei – Treffer – Drei – Treffer. Eine Kreatur nach der anderen wird von meinen Messern getroffen. Sie zerbersten und stieben explosionsartig auseinander. Ich wende mich ab und merke zu spät, dass ich eine Mumie übersehen habe. Sie schnellt vor und fixiert mich mit ihren pechschwarzen Augen. Ich strecke meinen Arm aus, um das nächste Messer zu werfen. Doch so weit komme ich gar nicht.
Das Heft rutscht aus meinen verschwitzen Fingern und das schwere Messer fällt in den Sand und verschwindet darin. Mit angehaltenem Atem mache ich mich schon auf den Angriff der Mumie gefasst, als sich plötzlich ein starker Arm von hinten um meinen Körper legt. Völlig überrascht, spüre ich wie eine Hand meine umfasst.
Genau in dem Moment als die Mumie auf mich zustürzt, ziehe ich, von einer fremden Kraft geleitet, ein weiteres Messer aus einer der Scheiden und werfe es. Dann folgt ein Lichtblitz, den die fremde Kraft aus meinem Körper kanalisiert. Das Messer rauscht mit hoher Geschwindigkeit durch die Brust der Kreatur, während der Lichtblitz fast zeitgleich direkt durch ihren Kopf hindurchschießt. Steine prasseln auf mein Gesicht, als sie nur wenige Schritte vor mir in unzählige kleine Stücke zerspringt. Ich beende die magische Verbindung, indem ich mich losreiße und einige Schritte zurücktaumele.
Kapitel 2
„Finis Illusio“, spricht eine tiefe Stimme. Innerhalb eines Wimpernschlags legt sich der Sandsturm. Die Sandkörner verharren wie bei einem Nebel in der Luft, bis sie dann in Zeitlupe dem Boden entgegenschweben. Angespannt halte ich den Atem an, während die hinabrieselnden Sandkörner nach und nach meine Sicht freigeben.
„General Reed?!“ Mit hochgezogenen Augenbrauen starre ich ihn an. Eigentlich hätte ich es mir auch denken können. General Reed besitzt die Fähigkeit Sandstürme zu beschwören und er hat meinen soeben ohne die Hilfe eines Artefakts verschwinden lassen. Als wäre das nicht schon genug, ist er auch noch dazu imstande die magischen Fähigkeiten anderer auf sich zu übertragen. Es waren meine eigenen Kräfte, die er auf sich umgelenkt hat, um die Mumie mit einem Lichtblitz zu erlegen. „Zayn.“ Während der Sand um uns herum noch immer hinabfällt, steht General Reed mit verschränkten Armen vor mir, was seinen sonnengebräunten Bizeps noch mächtiger wirken lässt. Seine schwarzen Locken fallen ihm in die Stirn und ein goldener Ring blitzt in seinem rechten Nasenflügel. Die Muskeln seines entblößten Oberkörpers zucken kaum merklich. Ein kurzer Blick dorthin, verrät mir, dass seine beiden Brustwarzen ebenfalls mit Goldringen geschmückt sind. Er ist barfuß und trägt lediglich eine weite Haremshose.
„Wie bitte?“, frage ich verwirrt und reiße meinen Blick von seiner göttlichen Gestalt los. „Zayn.“ Der tiefe Ton seiner Stimme brennt sich unmittelbar unter meine Haut, als er seinen Namen wiederholt.
„Ach… ja“, bringe ich verwirrt über die Lippen.
„Ich habe dich beim Training beobachtet und wollte herausfinden, wie unsere Magie reagiert, wenn ich mich mit dir verbinde.“ Während er was völlig anderes meint, höre ich in meinem Kopf nur die Wörter „mit dir verbinden“. Allein bei dieser Vorstellung lodert Hitze in mir auf… und Grund dafür ist nicht die verdammte Sonne.
„Normalerweise wende ich meine Fähigkeiten nicht bei Heilerinnen an.“ Zayn setzt sich vor mich in den Sand und stützt seine Arme nach hinten ab. „Aber durch den Vorfall heute Nacht, bin ich neugierig geworden.“ Seine Bernsteinaugen blitzen mich an.
Heilerinnen sind äußerst selten und werden von unserem Volk hoch verehrt. Ihre magischen Fähigkeiten gelten als göttliche Gabe, die in Gefechten unverzichtbar und außerordentlich vorteilhaft sind. Allerdings können nur Frauen mit dieser Gabe geboren werden. „Ich kann mich nicht mehr an alles erinnern.“ Ich setze mich neben ihn und muss mich dabei schwer beherrschen, meinem Verlangen nicht nachzugeben, und seinen perfekt gestählten Körper anzustarren, der mich völlig aus der Fassung bringt.
„Es gab einen Angriff… und wenn du nicht gewesen wärst, wären wir vermutlich alle drauf gegangen.“ Zayn wirft mir einen Seitenblick zu und ich starre ihn völlig entgeistert an. „Ich habe euch gerettet?“ Ich schüttle den Kopf, dabei fällt mein Blick auf seine Bauchmuskeln. Dort erstreckt sich eine frische Narbe, die im Bund seiner Hose verschwindet. Zayn fängt meinen Blick auf und streicht sich über die Stelle. „Deine Magie hat mich wieder zusammengeflickt, sonst wäre ich jetzt nicht hier.“
„Ich will sehen was passiert ist. Zeig mir deine Erinnerungen.“ Die Worte sind bereits ausgesprochen, als mir bewusst wird, dass das vielleicht nicht die respektvolle Tonart ist, die gegenüber eines Generals angebracht wäre. Doch Zayn scheint sich nicht daran zu stören, da er zustimmend nickt. Mit überkreuzten Beinen schiebt er sich über den Sand zu mir, sodass wir uns genau gegenübersitzen.
Kapitel 3
„Ich muss dich anfassen, um in deinen Geist einzudringen“, erkläre ich etwas unsicher. „Tu, was auch immer du tun musst. Ich habe nichts zu verbergen“, erwidert er mit seiner rauen Stimme und wirkt wie die Ruhe selbst. Er öffnet seine überkreuzten Beine und bedeutet mir näher an ihn heranzurücken.
Ich knie mich zwischen seine muskulösen Oberschenkel und schiebe mich Stück für Stück durch den Sand, unsicher wie weit ich mich ihm nähern soll. Die Frage erübrigt sich jedoch schnell, da Zayn einfach einen Arm um meine Taille legt und mich dicht an sich heranzieht. Seine Hand berührt dabei meinen nackten Rücken, genau dort, wo mein Oberteil endet. Sie ist warm und unter ihrem leichten Druck entfacht sich ein sanftes Prickeln auf meiner Haut. Mir schlägt das Herz bis zum Hals und ich weiß nicht, ob ich in diesem erregten Zustand überhaupt in der Lage bin in seinen Geist einzudringen. Zayn schaut mich abwartend an.
Ich schließe meine Augen, um mich zu sammeln. Dann nehme ich einen tiefen Atemzug, stoße ihn sogleich wieder aus und öffne meine Augen. Vorsichtig berühre ich Zayns Gesicht, streiche an seinen Wangenknochen vorbei und lasse meine Handflächen auf der Höhe seiner Ohren liegen. Scheiße. Noch nie hat sich jemand so gut unter meinen Händen angefühlt. Doch auch Zayn erschaudert plötzlich und sein Blick verdunkelt sich. Fragend neige ich meinen Kopf zur Seite. „Ich habe nicht erwartet, dass deine Hände sich so… gut anfühlen“, sagt er, scheinbar irritiert über die Reaktion seines Körpers.
Ich lächle verlegen, konzentriere mich aber gleich wieder auf mein Vorhaben. Ich betrachte seine vollen Lippen, seine markanten Kieferknochen, seinen Nasenring und schließlich seine bernsteinfarbenen Augen. Auf ihnen lasse ich meinen Blick ruhen und versuche mir langsam einen Weg in seinen Kopf zu bahnen. Ein langer Tunnel, in den ich mich begebe, auf der Suche nach heute Nacht. Mein Körper befindet sich im Hier und Jetzt, während mein Geist sich mit seinem vereint. Ich halte Ausschau nach dieser einen… Da ist sie! Die Erinnerung, nach der ich gesucht habe. Bunte Schleier rauschen an mir vorbei, bis sich klare Konturen abzeichnen und ich die letzte Nacht aus Zayns Blickwinkel sehe:
Die Nacht ist kühl und sternenklar. Zayn steht mit den anderen Wächtern seiner Einheit vor den Mauern unseres Stützpunktes auf seinem Posten. Regungslos beobachten sie die unendliche Ferne der Wüste. Hin und wieder wirft Zayn mir einen Blick über die Schulter zu. Ich stehe auf der Mauer hinter den Zinnen, versteckt im Schatten. Stunden ziehen vorbei, bis Zayn plötzlich meine Stimme in seinem Kopf hört und ich ihn warne. Schlagartig füllt sich die Luft mit Spannung, als sich alle Männer in ihre Kampfstellung begeben.
Wenige Sekunden später erscheinen schwarze Löcher im Sand. Aus ihnen kriechen riesige Skorpione, auf deren Rücken ihre gefährlichen Schattenkrieger sitzen. In Sekundenschnelle wird aus der ruhigen Nacht ein unerbittliches Gefecht. Gellende Blitze, Schreie, und der Klang aufeinanderschlagender Schwerter hallen durch die Dunkelheit. Zayn zieht zwei Langschwerter von seinem Rücken und rennt auf fünf Schattenkrieger zu, die sich direkt vor ihm befinden. Zwei von ihnen zieht er gleichzeitig die Klingen über die Kehlen.
Schwarzes Blut spritzt auf seine Rüstung, als er die Köpfe der Schatten mit einem einzigen Hieb abtrennt. Zayn kann nicht schnell genug ausweichen. Das Blut frisst sich wie Säure durch das Gold seiner Rüstung und brennt sich bis auf seine Haut hindurch. Er schreit, als würde er bei lebendigem Leib verbrennen. Seine Sicht verschwimmt und sein Bewusstsein schwindet mit jedem seiner Atemzüge… Bis der Schmerz mit einem Mal erlischt.
Augenblicklich wird sein Körper von einer angenehmen Wärme durchflutet. Neue Energie rauscht durch jede seiner Zellen. Er blinzelt und sein Blick schärft sich. Ich stehe mit dem Rücken zu ihm und schirme seinen Körper während seiner Heilungsphase ab. Ich wechsle in die Offensive und werfe verzauberte Messer nach den übrigen Angreifern, verfehle einen Skorpion mit seinem Reiter aber knapp.
Daraufhin zeichne ich mit einer Armbewegung einen Halbkreis in die Luft. Ein blendender Schweif erglüht in der Nacht, aus dem sich ein magischer Bogen formiert. Ich greife nach diesem und lasse zwei Pfeile aus gleißendem Licht erscheinen, die ich in die Sehne spanne und abfeuere. Der Schattenkrieger und sein Skorpion werden gleichzeitig getroffen und von meinen Lichtpfeilen durchstoßen. Sie brennen lichterloh und werden von meinem Licht verschlungen.
Dann wende ich mich kurz an Zayn und vergewissere mich, dass meine Zauber gewirkt haben. Er spürt, wie ich ihn in einen weiteren Schutzzauber einhülle, danach beobachtet er, wie ich den anderen Männern zur Hilfe eile. Die verwundeten Wächter erstrahlen in goldenem Licht und kämpfen mit neuer Stärke weiter, als sich der Funkenregen meines Zaubers über sie ergießt und über das Gefecht hinwegfegt. Zayn wendet seinen Blick von mir ab und stürzt sich erneut in die Schlacht. Er erlegt unzählige Schattenkrieger und ihre Skorpione, doch irgendwie scheinen es immer mehr Angreifer zu werden. Als würden sie sich im Kampf gegen den Tod verdoppeln.
In einem unvorsichtigen Moment durchstößt der giftige Stachel eines Skorpions Zayns Rüstung. Er schlitzt das Metall quer über seinem Bauch auf und lähmt seinen Körper. Kampfunfähig stürzt Zayn in den Sand, von wo er sich nach seinen Männern umschaut. Auch die Kräfte seiner Einheit lassen mit jedem weiteren Schwerthieb nach. Einige Wächter liegen bereits verwundet am Boden. Zayns Hoffnung auf ein Sieg schwindet…
Plötzlich entdeckt er mich inmitten des Schlachtfelds. Zayn hört einen gellenden Schrei aus meinem Mund, als eine Lichtkugel über meinem Kopf explodiert. Sie fegt über den gesamten Radius des Schlachtfelds hinweg und vernichtet alle Schatten und Skorpione, die mit ihr in Berührung kommen. Zugleich erstrahlen die Rüstungen der Wächter in neuem Glanz, ihre Wunden und zerschlagenen Körper sind mit einem Mal geheilt, als hätte der Kampf nie stattgefunden. Binnen weniger Sekunden verglüht die Lichtkugel und zurück bleibt eine gespenstische Stille.
Zayn sieht mich zwischen den geheilten Körpern seiner Männer zusammenbrechen. Er stürzt auf mich zu und nimmt mich auf seine Arme. Während er sich in Bewegung setzt, ruft er immer wieder meinen Namen. Irgendwann sind wir in meinem Zimmer, wo er mich behutsam in mein Bett legt und meine Rüstung auszieht. Unruhig wandert er durch den Raum oder steht nur da und beobachtet mich, während ich einfach nicht aufwachen will. Gwynn, eine ältere Heilerin aus unserer Krankenstation, taucht auf und versichert ihm, dass sie mich wieder hinkriegen wird. Daraufhin verlässt er mein Zimmer.
Kapitel 4
„Du bist wirklich außergewöhnlich“, raunt Zayn, während ich mich von seiner Erinnerung löse und sich mein Blick allmählich wieder klärt.
Dann kommt etwas völlig unerwartetes: Zayn nimmt meine Hände langsam von seinem Gesicht und haucht mir einen Kuss auf die Innenseite meines Handgelenks. „Unsere Einheit hat nur deinetwegen überlebt.“
Ein Kribbeln breitet sich wie ein Lauffeuer über meinen ganzen Körper aus. Hypnotisiert beobachte ich, wie er meinen Arm mit weiteren Küssen hinaufwandert und mich dabei unverwandt anschaut. Er hält an meiner Ellenbeuge und wirft mir einen fragenden Blick zu. Als ich nichts erwidere, berührt er meinen Zopf und lässt ihn wieder fallen, dann streicht er über meine Lippen.
„Ich habe noch nie so etwas Tödliches und gleichzeitig Schönes wie dich gesehen. Eine Kriegsgöttin…“
Noch bevor Zayn weitersprechen kann, schnelle ich vor und bringe ihn mit einem Kuss zum Schweigen. Er verliert dabei sein Gleichgewicht und fällt rittlings in den Sand. Der Moment währt jedoch nur einige Sekunden, als ich wie vom Blitz getroffen erschrocken zurückweiche. Zayn ist jedoch schneller und greift nach meinem Hinterkopf, um zu verhindern, dass ich weiter von ihm abrücke. Seine Bernsteinaugen blitzen voller Verlangen. „Hör nicht auf, Sya. Ich will, dass du weißt, wie sehr ich dich begehre.“ Seine Stimme klingt wie rauer Samt. „Es sei denn, du willst, dass das hier aufhört.“
Nie. Im. Leben. Ich stürze mich erneut auf seinen weichen Mund. „Ich hoffe das hier ist Antwort genug“, hauche ich. Ein tiefes Grollen ertönt aus seiner Kehle, während ich ihn küsse. Gekonnt öffnet er meinen Brustgurt am Rücken und schleudert ihn achtlos in den Sand. Sein Mund wird mit jedem seiner Küsse drängender, bis seine Lippen meine auseinanderschieben, um sich mit seiner Zunge Zugang in meinen Mund zu verschaffen. Spielerisch leckt und knabbert er an meinen Lippen, als er mich an den Hüften packt und uns herumrollt, sodass sein schwerer Körper auf mir liegt. Mit meinen Händen zeichne ich die Linien seiner Bauchmuskeln nach. Dann nimmt er sie und führt sie gegen seinen harten Schritt. „Das machst du mit mir.“
Berauscht von seiner Härte beiße ich mir auf meine Unterlippe, was er offenbar als Einladung sieht, da er sich erneut über mein Gesicht senkt und meine Lippen mit einem leidenschaftlichen Kuss versiegelt. Zayn entfährt ein tiefes Stöhnen, als ich mit meiner Hand über seine Erektion streiche. „Wenn du so weiter machst, ist das hier schneller vorbei als es angefangen hat“, flüstert er gefährlich.
Er küsst mich von der Halsbeuge bis zu meinen Schultern und wieder zurück, hinterlässt dabei eine brennende Spur auf der Haut, die wie Zunder lodert. Als er schließlich an meinem Schlüsselbein ankommt, schiebt er den Saum meines Oberteils nach oben und berührt mit den Fingern den goldenen Ring, der meine linke Brustwarze ziert. „Scheiße. Das ist heiß“, flüstert er. Er saugt an meinen Brustwarzen, umspielt sie mit seiner Zunge und entflammt ein Inferno in meinem Körper, bis ich das Gefühl habe vor Lust zu zergehen.
Ich bohre meine Fingernägel in seinen Rücken, als er an meinem Ring knabbert und mit den Zähnen daran zieht. „Hör nicht auf“, flehe ich atemlos. Mit dem Ring zwischen seinen Zähnen schenkt er mir ein Lächeln, dann schiebt er seine Hand mit einer fließenden Bewegung unter den Bund meiner Haremshose, direkt zwischen meine Schenkel. Ich explodiere vor Lust, als Zayn meine Schamlippen spreizt und mit zwei geschickten Fingern in mich hineingleitet. Er stöhnt, als er spürt, wie feucht ich bin. „Das machst du mit mir“, flüstere ich und nutze dabei seine eigenen Worte.
Zayn entfernt sich langsam aus meiner Mitte und entfacht ein neues Feuer, indem er seine Finger auf meine Klitoris legt und mit kreisenden Bewegungen den letzten Rest meiner vorhandenen Sinne raubt. Ich presse meine Oberschenkel zusammen, um seine Berührungen stärker zu spüren. Aufmerksam beobachtet er jede meiner Regungen. Als mein Körper erzittert und ich kurz vor meinem Höhepunkt stehe, zieht er seine Hand abrupt zurück. Völlig in meinem Rausch verloren, beobachte ich wie Zayn sich jeden Finger nacheinander in seinen Mund schiebt. „Du schmeckst so verboten gut.“
„Hör auf mit mir zu spielen.“ Ich bäume mich auf und pralle mit meinem Mund gegen seinen, dabei schmecke ich meine eigene Lust auf seiner Zunge. Ich schiebe seinen schweren Körper von mir, was nur funktioniert, weil er es zulässt, und steige auf seine Hüften. Zwischen uns befindet sich nur noch der hauchdünne Stoff unserer Hosen. Meine feuchte Mitte liegt genau auf der Länge seiner harten Erektion. Zayns Blick verrät mir, dass er sich dessen genau bewusst ist, in seinen Augen spiegelt sich ungezügeltes Verlangen.
Er schaut zu mir auf und streift mir mein Oberteil über den Kopf. Seine Bauchmuskeln spannen sich dabei an, was meine Sehnsucht nach seinem Körper noch mehr entfacht. Ich fahre mit meinen Händen durch seine schwarzen Locken, dabei halte ich seinen Kopf eng an mich gedrückt und genieße diesen Moment. Ich inhaliere den Duft seiner Haare, die nach Sand und Sonne riechen und verzehre mich nach der Hitze, die jeder seiner Küsse auf meiner Haut hinterlässt.
Voller Ektase schließe ich meine Augen und werfe meinen Kopf nach hinten, bis ich es nicht mehr aushalten kann. Ich brauche mehr von diesem Mann. Ich beginne meine Hüften zu kreisen, dabei packt Zayn meinen Hintern und zieht mich noch enger an seinen harten Schritt. Ich bin mittlerweile so scharf auf Zayn, dass sich meine feuchte Erregung auf dem dünnen Stoff meiner Hose abzeichnet. Eine explosive Magie entfacht sich um uns herum. Selbst der Sand unter uns wird zu einer heißen Glut und beginnt zu vibrieren. Einige Sandkörner lösen sich vom Boden und formen kleine Wirbelstürme, die um uns herumtänzeln.
Völlig ungehemmt wälzen wir uns über den Sand, berühren, erforschen und küssen uns überall. Beißen und knabbern an jeder nackten Hautstelle. Irgendwann liegen wir verschwitzt und mit Sand beklebt nebeneinander, als ich seine Hose mit einer geschickten Bewegung von seinen Hüften ziehe. Sobald ich den störenden Stoff entfernt habe, umschließe ich seinen harten Penis. Ohne hinzuschauen, spüre ich auch hier, an seiner intimsten Stelle, einen kleinen Ring. Himmel. Ist. Dieser. Mann. Scharf.
Zayn entweicht ein animalischer Laut, während ich meine Hand, die seinen Penis umschließt, auf und abwärts bewege. Ich fahre mit meiner Zunge an seiner Brust entlang, die vom Schweiß salzig schmeckt, und ziehe mit meinen Zähnen an seinen Goldringen, genau wie er es soeben bei mir gemacht hat. „Rache ist süß“, schnurre ich und beiße herausfordernd in seinen Brustmuskel. Ich keuche überrascht auf, als er mich mit einem Ruck wieder auf den Rücken rollt, den Stoff meiner Hose in seine Fäuste nimmt und diesen wie ein Blatt Papier in zwei Hälften reißt. „Das hast du jetzt nicht erwartet, was?“ Er lacht amüsiert, als er meinen verdutzten Gesichtsausdruck sieht. Dann wird er schlagartig ernst. Er beugt sich über mich und betrachtet meinen nackten Körper. „Du bist wunderschön. Ich will dich endlich spüren“, sagt er sanft und zieht mich ohne Mühe auf seinen Schoß.
Zayn verschränkt seinen Blick mit meinem, als ich zwischen unsere verschwitzen Körper greife und seinen Penis unter mir positioniere. Dann nehme ich ihn langsam in mich auf und genieße jeden Zentimeter, den er weiter in mich eindringt, bis er mich schließlich vollständig ausfüllt. Für einen Moment halte ich inne. Überwältigt von dem Gefühl, als hätten unsere Körper schon immer zueinander gehört. „Du bist perfekt, Sya. Dein Körper ist wie geschaffen für mich“, flüstert Zayn, als könnte er meine Gedanken lesen.
Er wartet regungslos, sichtlich bemüht seine Beherrschung nicht zu verlieren, um mir den Vortritt zu geben. Als ich so weit bin, bewege ich mich erst langsam und dann immer schneller, bis ich ihn schließlich hemmungslos reite. Zayn greift dabei nach meinen Hüften und drückt mich bei jeder meiner Bewegungen zurück auf seinen Penis, sodass ich immer wieder seine volle Länge in mich aufnehme. Ich kralle mich mit meinen Nägeln an seinen Schultern fest, beiße in seinen Hals, während ich ihn schneller reite und seine Stöße immer härter und drängender werden. Zayn zeigt keine Zurückhaltung, er keucht und stöhnt in mein Ohr. Seine Laute sind unbeschreiblich sexy. Er gibt sich seiner Lust hin und verliert bei mir die eiserne Kontrolle, die er sonst als General so unerbittlich aufrechterhalten muss.
Ohne aus mir herauszugleiten, verändert er unsere Position und legt mich mit einer geschmeidigen Bewegung auf den Rücken. Ich schlinge meine Beine um seine Hüften und ziehe ihn nah an mich heran. Er stütz seine Arme links und rechts neben meinem Gesicht ab und schaut mir in die Augen, Schweißperlen liegen auf seiner Stirn. „Ab jetzt gehörst du mir“, sagt er bestimmt.
„Ist das ein Befehl, General Reed?“, frage ich und streiche über seine muskulösen Arme, die wie zwei massive Säulen neben meinem zierlichen Körper wirken. „Kein anderer Mann darf dich jemals anfassen“, sagt er dunkel und ohne eine Antwort abzuwarten, beginnt er wieder in mich hineinzustoßen. Er zieht meine Knie nach oben und nimmt mich in einem Winkel, der gleichzeitig meine Klitoris stimuliert. Seine Stöße sind rhythmisch und hart. In dieser Position braucht er nicht lange, um mich dorthin zu kriegen, wo er mich haben will.
Ich greife nach seinem Nacken, während mein Körper zittert. „Komm mit mir, Zayn“, stöhne ich, kurz vor meinem Höhepunkt. Ein wohliges Kribbeln breitet sich in meinem Unterleib aus, während er noch härter in mich stößt und sich meine Mitte immer enger um seinen Penis schließt. Zayns Atmung wird mit jeder Sekunde schneller und lauter, dann drosselt er plötzlich sein Tempo. Er stößt ein erstes Mal, dann ein zweites Mal, bis er beim dritten Mal ein tiefes Stöhnen von sich gibt und genau in dem Moment in mir erschaudert, als ich meinen eignen Höhepunkt erreiche. Mein ganzer Körper bebt, als sich meine geballte Lust mit einem Mal entlädt. Zeitgleich rieselt ein Funkenregen auf uns hinab, der erst wieder verschwindet als mein Höhepunkt verebbt. Als mein Körper zur Ruhe kommt, rollt Zayn sich neben mich und schenkt mir ein atemloses Lächeln. „Du bist unglaublich.“ Ich drehe mich auf die Seite und verschränke meine Finger mit seinen. „Wir sind unglaublich“, korrigiere ich ihn und küsse seine Fingerspitzen, während er mich mit neu erwachter Lust beobachtet.















